EXPERIMENTELLE MUSIK 2020
/ EXPERIMENTAL MUSIC 2020
12. Dezember 2020 / Samstag 18 - 22 Uhr
in der Halle 50 DomagkAteliers München Das internationale Festival der experimentellen Musik
mit

Hans Essel, Darmstadt zur Videoaufnahme: Saitensack

Anna Schimkat, Leipzig zur Videoaufnahme: Die Glocken von Mutzschen

Limpe Fuchs, Peterskirchen zur Videoaufnahme: drumnnoise für trommeln und korg synthesizer

Seiji Morimoto, Tokyo / Berlin zur Videoaufnahme: Breathing Room for Halle 50 DomagkAteliers

Peider A. Defilla, München zur Videoaufnahme: für Hans Rudolf Zeller

Ardhi Engl, München zur Videoaufnahme: optisch-akustische Versuchsanordnung IV

Ralf Homann, München zur Videoaufnahme: The White Cupboard

Andreas Stoiber, Berlin zur Videoaufnahme: Instrumentales Krisenmanagment

Michael Barthel, Leipzig zur Videoaufnahme: ES GEHT NOCH (AUFRECHNUNG)

Stephan Wunderlich und Edith Rom mit Mitgliedern des Ensembles für experimentelle Musik zur Videoaufnahme: nichts schöners


die aktuellen "Corona-Maßnahmen" zwangen uns, das Festival als öffentliche Veranstaltung abzusagen - allerdings konnten wir das angekündigte Programm aufzeichnen, und wollen es hiermit allen Interessierten kostenlos zugänglich machen - es genügt, auf den link unter dem namen zu klicken - Stand: 15. Januar 2021

veranstaltet vom Verein für experimentelle Musik e.V., gefördert von logo Kulturreferat der Landeshauptstadt München
das Plakat zum Festival 2020 hier als jpg
Festival 2019 / Festival 2018 / Festival 2017 /Festival 2016 / 2015 / 2014 / 2013 / 2012 / 2011 / 2010 / 2009 / 2008 / 2007 / 2006 / 2005 / 2004 / 2003 / 2002 / 2001 / 2000 / 1999 / 1998 / 1997 / 1996 / Emails an den Verein für experimentelle Musik e.V.

Seiji Morimoto Breathing Room for Halle 50 DomagkAteliers Bluetooth Lautsprecher / MP3 player / Gitarrenverstärker / Stimme 3 Lautsprecher senden Sinusklänge, deren Frequenz mit unterschiedlichen Tempi stufenlos von 0 auf 400Hz ansteigt und dann wieder auf 0Hz abfällt. Man hört und fühlt eine sich ständig verändernde Interferenz-Klanglandschaft. Seiji Morimoto studierte Musikwissenschaft am Kunitachi College Of Music und schloss 1996 sein Studium ab. Neben der Interpretation elektronischer Stücke von John Cage brachte er eigene Klangperformances zur Aufführung und schuf Installationen und Videos. Er lebt und arbeitet seit 2003 in Berlin. Seiji Morimoto konzentriert sich auf instabile akustische Phänomene zwischen Alltagsgegenständen und technologischen Medien. Die Suche nach kleinen, differenzierten Strukturen und der Versuch, diese zufälligen Phänomene durch und innerhalb technologischer Medien zu entdecken, bestimmen seine Arbeit. Die experimentellen Ergebnisse verdichtet er in fließende, kohärente Gefüge und wendet sich von der Informationsfülle und der Geschwindigkeit der Gesellschaft ab – hin zu kleinen und differenzierten Strukturen. Kollaborationen mit Takehisa Kosugi, Olivier Di Placido, Olaf Hochherz, Ignaz Schick, Luciano Maggiore, Crys Cole, Felicity Mangan, Alessandra Eramo, Nicolas Wiese, Seijiro Murayama, Hannes Lingens, Derek Shirley, Eric Wong, Johnny Chang, Katsura Yamauchi, Makoto Oshiro, Yan Jun, Mario de Viga, Liz Allbee und viele andere. Er ist Kurator der Konzertreihe “Experimentik” im Tik Nord in Berlin, Friedrichshain. www.seijimorimoto.com

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Peider A. Defilla Was uns noch gefehlt hat: 1. Das Maschinengewehr, das 50 Schüsse pro Sekunde abfeuert, 3000 Schuss pro Minute. Und dabei haut es den Schützen nicht um! Lächelnd berichtet er: es ist wie ein Gartenschlauch, nicht wie ein Gewehr. In einer US-Wüste mäht er drei Fahrzeuge zu Schrott, auf einem Jeep stehend. 2. Das oberleichte Sturmgewehr. Soldaten, die von Kampfeinsätzen zurückkommen, beschweren sich weniger über Körperverletzungen bei Gefechten, als über Gelenkbeschwerden beim Tragen der superschweren Kampfausrüstung. DAS müssen wir ändern, meint eine Frau, Waffenentwicklerin von Beruf. Stolz berichtet sie, man habe ein Sturmgewehr entwickelt, das nur ein Drittel so schwer sei wie das derzeit bei der US-Army eingesetzte! Und der Obergag: auch die Munition ist viel leichter geworden, aus Kunststoff anstatt aus Metall, aber woraus die Patronen bestehen, das ist super geheim! Und treffsicher ist es auch: im Schiesstand treffen Tausend Schüsse Herz und Lunge des Pappsoldaten, kaum ein Schuss geht daneben. 3. Und aus Israel kommt der Ultimative Kampfroboter: ein Fahrzeug, etwas kleiner als ein Jeep, damit es nicht auffällt, aber ausgestattet mit Kameras und allerlei Schussgewehren. Unerkannt fährt es durch die Steppe, die Kameras können mittels Teleskop ausgefahren werden, das Fahrzeug kann entweder aus sicherer Entfernung ferngesteuert werden, aber es finden seine Ziele auch von selbst, wie der israelische Konstrukteur lächelnd versichert! Gut geeignet, Palästinenser aus ihren Höfen zu vertreiben, mittels Terror. Und niemand ist schuld! 4. Und als wäre das nicht schon genug, kommt noch der klitzekleine Häuserkampfroboter ins Spiel: Nicht größer als eine Bibel (!!!) schmeißt man das Ding einfach die Treppe hinauf oder ins Fenster des ersten Stocks. Das Mini-Gefährt übersteht Stürze aus 5 Metern Höhe, rappelt sich auf wie ein Insekt, das man zu Boden schleudert! Und krabbelt sich durch die Trümmer des Häuserkampfes, hat Kameras, Mikrofone und auch einen Lautsprecher! Damit der Feind sieht und hört: Du bist umzingelt! So vermeidet man eigene Verluste beim Häuserkampf, meinen die jungen Konstrukteure stolz! Denn nichts ist für einen tapferen Soldaten gefährlicher, als in einen Hinterhalt zu geraten. Bilder aus Syrien illustrieren den gehaltvollen Beitrag. Dieses und ganz vieles andere lähmen mich: keine Musik, keine Filme, nur endlose Spaziergänge der Isar entlang und in die Parks, relativ ziellos. Viel Schlaf. War auch relativ lange krank. Kein Bad im See. Heute ist Samstag Abend, der 22. August 2020. Keine Sensation. Doch: die neuesten Zahlen der größten Vermögen weltweit, immer wieder ein Grund zum Staunen: 1. Jeff Bezos, amazon, geschätztes Vermögen 183 Milliarden Dollar 2. Bill Gates, microsoft, ca. 151 Milliarden Dollar 3. Mark Zuckerberg, facebook, rund 100 Milliarden. Vor drei Jahren waren es noch 36 Milliarden. Und die Brüder zahlen nirgends Steuern, haben von der Corona-Krise profitiert wie niemand anderes. Die seit einem Jahr geplante Anhörung von amazon, microsoft, apple, google und facebook vor dem US-Kongress brachte absolut rein gar nichts. „Wir wollen gar nicht reich werden, nur die besten sein“, zwitschern sie. Es geht unter im allgemeinen (Wahlkampf)-Getöse. Und tesla bringt US-Astronauten zur ISS und zurück. Das zählt. „Gewiss mache ich Bilder und Plastiken, und das seit jeher, seit ich zum ersten Mal gezeichnet und gemalt habe, um die Wirklichkeit zu fassen zu kriegen, um mich zu verteidigen, um mich zu nähren und zu wachsen, um dranzubleiben, um in jeder Beziehung und in alle Richtungen so weit wie möglich voranzukommen, um so frei wie möglich zu sein, um zu versuchen – mit den Mitteln, die mir heute am ehesten entsprechen – das, was mich umgibt, besser zu sehen und zu verstehen, …. Aus Spaß? Aus Freude? am Kampf, aus Spaß am Gewinnen und Verlieren?!“ Alberto Giacometti, 1957 Der Medienkünstler und Filmemacher Peider A. Defilla, 1954 in Zürich geboren, studierte zunächst Musik (Violine, Orgel, Komposition) in der Schweiz und anschließend Malerei und Objektkunst an der Akademie der Bildenden Künste München. Während des Studiums Mitarbeit in der Galerie B.O.A. in der Schraudolphstrasse 25. Später gründete er das Medien-Atelier B.O.A. VIDEOFILMKUNST, das mittlerweile zu einer wichtigen Produktionsstätte für viele Filmemacher, Musiker und Künstler aus der ganzen Welt geworden ist. Bereits die ersten Experimentalfilme und Film-Performances von Peider A. Defilla gewannen internationale Preise wie z.B. den Agfa-Cinemathèque-Royale-Förderpreis in Knokke-Heist (Belgien) oder den Publikumspreis "Espaces" in Paris. 1998 und 2001 erhielt Defilla, der auch zahlreiche Film- und TV-Dokumentationen für verschiedene Sender hergestellt hat, den medizinischen OSKAR der ASCRS für die Gestaltung der Filme "Deep Sclerectomy" und "Stabilization of Thoric Plate Haptic". Ebenfalls 2001 fand anlässlich der Donaueschinger Musiktage die Uraufführung seiner Video-Oper "DONAUMUSIK" statt. Der daraus entstandene Film erhielt weite Resonanz bei seiner Ausstrahlung in verschiedenen europäischen Fernsehsendern. Seit 2002 produziert Peider A. Defilla eine wöchentliche Sendereihe bei BR-alpha: "musica viva - forum der gegenwartsmusik". Inzwischen ist bereits eine einmalige Enzyklopädie der Neuen Musik mit fast 200 Sendungen entstanden. Die DVD Edition "musica viva", die bei WERGO erscheint, produziert er seit 2005. Bisher erschienen 10 DVDs, die letzte über Steve Reich. Seit September 2009 geht seine neue wöchentliche Sendereihe "Kunstraum - Forum der Gegenwartskunst" in BR-alpha auf Sendung. Bisher sind 45 Folgen erschienen. Alle Sendungen, Filme und Videoarbeiten von Peider A. Defilla beschäftigen sich stark mit den verschiedenen Strömungen und Entwicklungen der Gegenwartskunst. sendungen kunstraum sendungen musica-viva

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Anna Schimkat Die Glocken von Mutzschen Kirchenglocken strukturieren das Leben in christlichen Gebieten seit Jahrhunderten akustisch. Ob sie zum Gebet rufen, als Sturmwarnung, Zeitmesser oder Friedensglocke läuten, sie sind Teil der Kultur- und Kommunikationsgeschichte. In Sachsen wurden im ersten und zweiten Weltkrieg mehr als 3.000 Bronzeglocken eingezogen, um daraus Kanonenrohre und Munitionsteile zu gießen. So weit wie möglich erstanden die Gemeinden in den Nachkriegsjahren neue Glocken, die jedoch des Geld- und Materialmangels wegen aus minderwertigem Stahl hergestellt wurden. Damit geht ein Klangunterschied einher. Sie sind dicker und kleiner als Bronzeglocken und deshalb heller und blecherner im Ton. So änderte sich der Klang der Glocken von Mutzschen von es-g-b (Es-Dur) zu fis-ais-cis (Fis-Dur). Neben original Aufnahmen der Glocken wird in der Konzertperformance der Klangunterschied als Variationen über es-g-b und fis-ais-cis hörbar. Eine Textcollage erzählt die Geschichte der Glocken anhand von Ausschnitten von Originalschreiben, Anordnungen und Verträge, allesamt aus dem Archiv des Heimatverein Mutzschen. Desweiteren wurden Zitate zu Beschaffenheit, Geschichte und Vernichtung der Glocken aus verschiedenen Quellen verwendet. Die Bildhauerin und Klangkünstlerin Anna Schimkat studierte an der Bauhaus Universität in Weimar und in der Fachklasse für Bildhauerei und architekturbezogene Medien an der Hochschule für bildenden Künste Dresden. Sie entwickelt ihre Installationen und Kompositionen an der Grenze zwischen Skulptur und Klang. Ob als Performance oder Installation, im jeweiligen Kontext betrachtet untersucht sie die Abläufe, Ursachen und Gesetzmäßigkeiten der natürlichen, gesellschaftlichen und kulturell geschaffenen Wirklichkeit. Die Frage, wie wir überhaupt Erfahrungen machen, und wie wir das Bewusstsein für dieses Zustandekommen von Erfahrungen schärfen, stellt sie sich mit ihren Arbeiten selbst, aber auch dem/r Betrachter*in. Im Speziellen interessiert sie sich für die bewusste Wahrnehmung von Klangräumen, die sie in einem multidisziplinären Ansatz bearbeitet. Der gefundene Ton der Dinge und Umgebung ist Inspiration und Grundlage. Er ist ihr Material, aus dem sie spielerisch forschend und dem jeweiligen Konzept folgend, das Klingen, Surren, Lärmen, Klacken, Stecken, Krachen, Brummen – den spezifischen Klang, die spezifische Form herausfiltert. www.annaschimkat.de/

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Limpe Fuchs drumnnoise für trommeln und korg synthesizer Limpe Fuchs is an internationally well respected artist/improviser/composer of acoustic and visual events. In the 60”s she studied piano, violin and percussion and started “Anima Sound” with her then partner, sculptor Paul Fuchs with whom she invented a variety of self made percussion, wind and string instruments. Since then, mainly using her percussion set, viola and her unearthly voice, she quickly developped a very personal sound and style free from all rules and trends, often being even too far out for contemporaries of the krautrock and free jazz scene. Now, at the age of 70, she effortlessly maintains this level, loyal to her roots, simply because her life, her music, her vision are all one: spontaneous and natural focused purity. Her performances are exactly in the same spirit and therefore of rare beauty. www.limpefuchs.de

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Ardhi Engl optisch-akustische Versuchsanordnung IV für kleine Objekte, Magnet, Motor, Stift, Tonabnehmer, Webcam, Projektion Ardhi Engl geboren 1959 in München Studium klassische Gitarre am Richard-Strauss-Konservatorium, München. Mitbegründer des Vereins für experimentelle Musik in München. klassische Solokonzerte - 1986 Amerikatournee mit dem Münchner Gitarrenquartett Klangforschung und Intrumentenbau 1998 experimentelle Musik in Jakarta gemeinsam mit indonesischen Künstlern. Musik- und Videoarbeiten für Tanz- ("Bzw. in D" mit Ruth Golic, "Flispernde Klangzwirbel", "Imagine - das blaue Auge", "Cari Bintang", "Spiegelungen" mit Urte Gudian) und Theaterproduktionen (2007 "Untertagblues" mit Jörg Hube, "Anatol", "Hadschi Murat", "Menschenfabrik" (Theater viel lärm um nichts), "Mutterland-stille" v. Emre Akal (HochX) seit 2005 mit Gerhard Polt unterwegs. Musik für Lesungen u.a. mit Hanna Schygulla, Sybille Canonica, Tobias Moretti Beschäftigung mit orientalischer Musik: sefardisch mit Sandra Nahabian, Trio "Nihaylard" (türkisch) mit Aylin und Nihan Devecioglu, "AERA-Quartett" (syrisch-arabisch) mit Abathar Kmash, Rudolf Roth, Enrico Sartori freie Improvisationsmusik: mit Geoff Goodman ("Metal, Wood & Wire"), Sebi Tramontana, Bill Elgart, Enrico Sartori, Christoph Reiserer, Ulrich Wangenheim, Alex Haas, Berliner Ensemble "imaginäre Musik", Xiao He (Peking) 2013 Förderpreis Musik der Landeshauptstadt München. www.ardhi-engl.de

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Michael Barthel ES GEHT NOCH (AUFRECHNUNG) 2019 HIESS DAS SPRECHKONZERT: ES WIRD SCHON 2020 HEISST ES: ES GEHT NOCH 2019 WAR DER UNTERTITEL: KONZERT VON NAH GENUG WEG 2020 WIRD ERSTMAL AUFGERECHNET 2021 Wie unendlich dehnbar ist ein gesprochener Satz? Michael Barthel, *1977, aufgewachsen in (Ost-)Berlin, lebt in Leipzig. 1994 Beginn der Beschäftigung mit Elektroakustischer Musik, seit 2010 ist die Stimme ausschließliches Instrument für Konzerte und Tonträger. 2021 erscheint die Kassette "VOLLMACHT", die CD "TWO IM TEER" und die LP "A VOCHEL WO RED" (im Duo mit Anna Schimkat) Künstlerseite: www.recordingsforthesummer.de/barthel/

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Hans Essel Saitensack Rondo III für Viola Solo Hans Essel 1960: Klassische Violine. 1981: Improvisationen unter Verwendung von Bandmaschinen. 1982: Gründung der Improvisationsgruppe SAHA in Heidelberg. 1985: Gründung der Improvisationsgruppe ARGO (Flüchtige Musik) in Darmstadt. 1989: Zeitfalten (Tonband). 1992: Gründung des Vereins für experimentelle Musik Darmstadt e.V.. 1992: Improvisationsgruppe ATTRAKTOREN. 1994: Saitensack für Violine solo. 1998: ARGO Flüchtige Wörter 2011: Zeitfalten Video II 2011: Bildstörung 2013: LP Saitensack 2015: Doppel-LP Zeitfalten (Picture disks) 2016: Doppel-LP Argo (Hans Essel, Marit Hoffmann, Thomas Stett) 2018: SprechPrunk-SaitenSack (Michael Barthel, Hans Essel) Aufführungen in Darmstadt, Wiesbaden, Koblenz, Berlin, Frankfurt, München, Marburg, Leipzig, Kubinhaus Zwickledt, Wernstein, Bremen, Leverkusen. www.zeitfalten.de/

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Andreas Stoiber Instrumentales Krisenmanagment Ein Stück für modifiziertes Keyboard und Modularsystem Ein ursprünglich mit starr angelegtem Funktionsumfang hergestelltes Keyboard wurde mit Kurzschlussverbindungen ausgestattet, wodurch schwer kontrollierbare und unvorhersagbare Klangereignisse entstehen. Um diese teilweise kritischen Geräuschansammlungen in Hörrichtungen zu deuten, wird ein Modularsynthesizer als resonierendes Hilfsmittel angeschlossen, der wiederum selbst auch unüberschaubares Eigenleben entwickeln kann. Andreas Stoiber genoß Unterricht bei Albert Dambeck, studierte Elektroakustik am Institut für Computermusik und Elektronische Medien der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien, sang in Richard Spaeths Chorensemble, gewann den Ö1 Hörspielwettbewerb "kurz und gut", arbeitete in diversen Projekten des Kollektivs "monochrom" mit, betreute die Konzertreihen "Donauwellen" und "Paraflows re_composed", hielt Workshops und Vorträge zu den Themen "circuit bending", "no-input mixer" und "Kinderhörspielkassetten der 1970-80er Jahre" an der FH Joanneum Graz, der Münchner Universität der Schönen Künste und beim Bent! Festival in New York und Los Angeles. Als "Krach der Roboter" verkleidet spielte er Musikperformances unter anderem bei der Ars Electronica Nightline, dem Grazer Elevate Festival, in der Roten Sonne, beim Großloitzenrieder Woidrock, dem Wiener Zirkus Maximus, dem Dresdener Circuit-Control Lötspektakel, dem Offenbacher Bended Realities und beim Dutch Modular Festival in Den Haag. Derzeit engagiert er sich in der Synthesizergemeinschaft "Berlin Modular" und betreut tontechnisch Schulprojekte.

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Ralf Homann The White Cupboard Ralf Homann is a German artist. In general, his work deals with spatial concepts and with such of the media while also reflecting upon their interdependency. He is interested in activating the public space by means of performative practices. In his works, which are constantly negotiating the boundaries of art and politics, he investigates knowledge – its hidden narrative or invisible design – to engender new perspectives on reality and its representations. Ralf Homann works mostly within and on collaborative or activistic contexts as these constitute the basis of his understanding of the public realm. While operating in various media forms, a strong series of his works focuses on radio. He also applies sound or transmissions to his sculptures thereby folding physical and digital spaces. Ralf Homann likes soldering and drawing. His preference is linocut. Ralf Homann was artist-in-residence in France at the Dora Maar House, Ménerbes (2020), in Switzerland at Fondation Bartels, Basel (2018), in India at Maraa with Max Mueller Bhavan, Bangalore (2014) in the USA at Wave Farm, New York (2009), in Sweden at IASPIS, Stockholm (2006/07), in Austria at Forum Stadtpark, Graz (2003) and in Italy at Villa Romana, Florence (2000). He has also exhibited, lectured and performed in Bulgaria, Canada, England, Finland, Luxembourg, the Netherlands, Poland, Portugal and Switzerland. Ralf Homann was Professor and Member of the Faculty of Media at Bauhaus-University Weimar from 1999-2007, where he established the new artistic area of “Experimental Radio”. From 1997- 1999 he was Assistant Professor of Sculpture at the Academy of Fine Arts in Munich. ralfhomann.info

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Stephan Wunderlich und Edith Rom mit Mitgliedern des Ensemble für experimentelle Musik "nichts schöners" für 12 mundharmonikas, schritte, kleine trommel, taschenlampe, Posaune, 2 stylophone Stephan Wunderlich, Geboren 1952 in Nürnberg, 1964-1976 Musikstudium in Würzburg und Stuttgart: Klavier, Komposition, Dirigieren und Schlagzeug. Stimmbildung und Gesang: Privatunterricht bei Herbert Roth. 1974 bei den internationalen Ferienkursen in Darmstadt, Weimar, Bayreuth. Künstlerische Abschlußprüfungen in Klavier 1971 und Komposition 1976. 1976-1981 Beschäftigung mit Musik und Therapie: Mitarbeiter von Todtmoos-Rütte, Entwicklung der "Strukturalen Musikarbeit". Philosophische Anregungen durch Heinrich Rombach. Kompositorische Anregungen durch John Cage. Seit 1982 Zusammenarbeit mit Edith Rom. Seit 1984 selbstproduzierte Hörspiele (Karl-Sczuka-Preis 1985). Leitung des Ensembles für experimentelle Musik München, des Vereins für experimentelle Musik München, des Kulturvereins Milbertshofen. Verantwortlich für Programme des Festivals in der TU-Mensa München seit 1983. Verantwortlich für Programme des "Kultur Raum Milbertshofen" 1987-1997. Herausgeber: Zeitschrift für experimentelle Musik (1983 - 1986), "Ein Begriff des Experimentellen" (2001), "Gespräche mit Michael Kopfermann" (2006/2008). Veranstalter der Sommerwerkstatt für experimentelle Musik München seit 2009. Aufführungen eigener Kompositionen: Aufführungsserien: Forum für Musikarbeit München, Haidhausen-Museum München, Kultur Raum Milbertshofen (München), Kunstfabrik Arheilgen (Darmstadt), PHREN-Tagungen München, Festival EXPERIMENTELLE MUSIK in der TU-Mensa München. Uraufführungen u.a.: Darmstädter Ferienkurse, Composers Symposium Albuquerque, Donaueschinger Musiktage, Freunde Guter Musik Berlin, ar/ge kunst Galerie Museum Bozen, Kasseler Musiktage (Musikprogramm der documenta), Kunstverein Giannozzo Berlin, Audio Art Festival Krakau, Laboratorium Poznan, G.A.M.O.-Festival Florenz, Experimental Intermedia Foundation New York, Stazione di Topolò, MILANOPOESIA, "weekend" Hessischer Rundfunk, Stichting Logos Gent, "brückenmusik" Deutzer Brücke/Köln, Festival de Musique de Wissembourg, "ad libitum + [sic!]" Warschau. Seit 1988 zahlreiche Aufführungen des Projektes "Das SEQUENZEN-PROJEKT" mit dem Ensemble für experimentelle Musik München. Edith Rom, seit 1982 tätig bei Projekten experimenteller Musik und experimentellem Theater, Leitung des Theaterprojekts Milbertshofen. Als Mitglied des Ensembles für experimentelle Musik München spielte sie seitdem in Kompositionen von John Cage, Dieter Schnebel, Josef Anton Riedl, Vinko Globokar, Hans Rudolf Zeller, René Bastian, Albert Mayr, Rolf Langebartels, Stephan Wunderlich und anderen. Eigene Miniatur-Kompositionen in der Reihe "Experimentelle Musik im Haidhausen-Museum", "Sommerwerkstatt für Experimentelle Musik" und im Festival EXPERIMENTELLE MUSIK 2012. Herbert Metzenleitner, Ausbildung als Diplom-Ingenieur, danach Studium der Linguistik. Mitglied im Theaterprojekt Milbertshofen seit 1993. Thomas Müller, geboren 1970 in München, 1992-95 Studium der Kunstgeschichte 1992-2001 Film und Videoschnitt 1996-2001 Studium und Examen an der Kunsthochschule Kassel 2002-2004 Meisterklasse an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg seit 2004 freiberuflicher Videokünstler, Maler und Experimentalmusiker seit 2006 in Berlin www.digitrash.de muellerziermann

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