MÜNCHNER SOMMERWERKSTATT
FÜR EXPERIMENTELLE MUSIK 2025


Freitag 1. August - Samstag 2. August 2025

in der Halle 50 DomagkAteliers 
Margarethe Schütte-Lihotzky Straße München
  


Aufführungen und Beiträge:   Faltblatt mit Zeitplan als pdf

mit

Hans Essel, Darmstadt

Florian Neuner, Wien / Berlin

Peider A. Defilla, München

Gerald Fiebig, Augsburg

Stephan Wunderlich / Edith Rom, München

Ralf Homann & Manuela Unverdorben, München



Eintritt frei

 
veranstaltet von Stephan Wunderlich
organisiert von Edith Rom


Zeitplan: Freitag 1. August 18 h: Gerald Fiebig Gerald Fiebig feat. Carl E. Ricé "Hamburg, Klopstockstraße, 1960" Gerald Fiebig (geb. 1973) nahm 2006 und 2007 (mit Gerhard Zander), 2008, 2009 (mit Gerhard Zander und Bruno Kliegl), 2010 (im Ensemble von Albert Mayr) und 2018 (mit Elisabeth Haselberger als Duo Recorder Recorder) am Festival Experimentelle Musik teil sowie 2017 (mit Tine Klink als Duo KLONK) und 2019 an der Sommerwerkstatt für experimentelle Musik. Seit 2024 verwaltet er den Nachlass des Dichters und Erzähl-Performers Carl E. Ricé (geb. 1947 Hamburg, gest. 2024 Augsburg). Das Hauptwerk von Carl E. Ricé ist die 1992 vom Verfasser uraufgeführte Erzähl-Performance "Das Kainszeichen. Geschichte einer Vergewaltigung". Sie liegt seit 2022 auch als Hörbuch vor. "Hamburg, Klopstockstraße, 1960" ist eine 20-minütige Klangperformance, die um einen Ausschnitt aus dieser Sprachaufnahme herum komponiert ist. Dieser in Gerald Fiebigs Arbeit neuartige Ansatz stellt einen Versuch dar, auch mit seinen eigenen künstlerischen Mitteln das Werk von Carl E. Ricé präsent zu halten. Nähere Informationen unter
https://geraldfiebig.wordpress.com und https://carlerice.wordpress.com/ 19.30 h: Hans Essel Probe und Performance: "Krebs über Kreuz" Kassetten "Forward/Backward" aus der Reihe "Recordings for the Summer" (Michael Barthel) Hans Essel 1960: Klassische Violine. 1981: Improvisationen unter Verwendung von Bandmaschinen. 1982: Gründung der Improvisationsgruppe SAHA in Heidelberg. 1985: Gründung der Improvisationsgruppe ARGO (Flüchtige Musik) in Darmstadt. 1989: Zeitfalten (Tonband). 1992: Gründung des Vereins für experimentelle Musik Darmstadt e.V.. 1992: Improvisationsgruppe ATTRAKTOREN. 1994: Saitensack für Violine solo. 1998: ARGO Flüchtige Wörter 2011: Zeitfalten Video II 2011: Bildstörung 2013: LP Saitensack 2015: Doppel-LP Zeitfalten (Picture disks) 2016: Doppel-LP Argo (Hans Essel, Marit Hoffmann, Thomas Stett) 2018: SprechPrunk-SaitenSack (Michael Barthel, Hans Essel) Aufführungen in Darmstadt, Wiesbaden, Koblenz, Berlin, Frankfurt, München, Marburg, Leipzig, Kubinhaus Zwickledt, Wernstein, Bremen, Leverkusen. www.zeitfalten.de/ 21 h: Stephan Wunderlich / Edith Rom ein früherer versuch - ein jetziger versuch Stephan Wunderlich Geboren 1952 in Nürnberg, 1964-1976 Musikstudium in Würzburg und Stuttgart, 1974 Teilnahme an internationalen Ferienkursen: Darmstadt, Weimar, Bayreuth. 1976-1981 Beschäftigung mit Musik und Therapie, Entwicklung der "Strukturalen Musikarbeit". Seit 1984 selbstproduzierte Hörspiele (Karl-Sczuka-Preis 1985). Leitung des Ensembles für experimentelle Musik München. Programmgestaltung des jährlichen Festivals EXPERIMENTELLE MUSIK München seit 1983. Herausgeber: Zeitschrift für experimentelle Musik (1983 - 1986), "Ein Begriff des Experimentellen" (2001), "Gespräche mit Michael Kopfermann" (2006/2008). Veranstalter der Sommerwerkstatt für experimentelle Musik München. Aufführungen: Darmstädter Ferienkurse, Composers Symposium Albuquerque, Donaueschinger Musiktage, Freunde Guter Musik Berlin, ar/ge kunst Galerie Museum Bozen, Kasseler Musiktage (Musikprogramm der documenta), Kunstverein Giannozzo Berlin, Audio Art Festival Krakau, Laboratorium Poznan, G.A.M.O.-Festival Florenz, Experimental Intermedia Foundation New York, Stazione di Topolò, MILANOPOESIA, "weekend" Hessischer Rundfunk, Stichting Logos Gent, "brückenmusik" Deutzer Brücke/Köln, Festival de Musique de Wissembourg, "ad libitum + [sic!]" Warschau. Seit 1988 zahlreiche Aufführungen des Projektes "Das SEQUENZEN-PROJEKT" mit dem Ensemble für experimentelle Musik München. Edith Rom seit 1982 tätig bei Projekten experimenteller Musik und experimentellem Theater, Leitung des Theaterprojekts Milbertshofen. Als Mitglied des Ensembles für experimentelle Musik München spielte sie seitdem in Kompositionen von John Cage, Dieter Schnebel, Josef Anton Riedl, Vinko Globokar, Hans Rudolf Zeller, René Bastian, Albert Mayr, Rolf Langebartels, Stephan Wunderlich und anderen. Eigene Miniatur-Kompositionen in der Reihe "Experimentelle Musik im Haidhausen-Museum", "Sommerwerkstatt für Experimentelle Musik" und im Festival EXPERIMENTELLE MUSIK 2012. Samstag 2. August 2025 18 h: Florian Neuner Versprachlichung – Tonspuren in der Literatur Florian Neuner liest und kommentiert "gewieher & trompetenhall" und "brucknermaterial" Florian Neuner geboren 1972 in Wels, lebt in Berlin und gibt gemeinsam mit Ralph Klever die Zeitschrift Idiome. Hefte für Neue Prosa heraus. Als Rundfunkautor ist er vor allem für Deutschlandfunk Kultur tätig. Jüngste Publikationen: Für eine andere Literatur. Reaktionen, Rezensionen, Interventionen (Wien: Klever Verlag 2022), Rost. Eine psychogeographische Expedition (Klagenfurt: Ritter Verlag 2021). 19.30 h: Peider A. Defilla 's ist leider Krieg - und ich begehre nicht schuld daran zu sein (Matthias Claudius, Kriegslied, 1779). über meine Versuche, deutsche Lyrik zu vertonen: Walther von der Vogelweide bis Brecht und weiter. lecture mit musikalischen und filmischen Einlagen. Der Medienkünstler und Filmemacher Peider A. Defilla, 1954 in Zürich geboren, studierte zunächst Musik (Violine, Orgel, Komposition) in der Schweiz und anschließend Malerei und Objektkunst an der Akademie der Bildenden Künste München. Während des Studiums Mitarbeit in der Galerie B.O.A. in der Schraudolphstrasse 25. Später gründete er das Medien-Atelier B.O.A. VIDEOFILMKUNST, das mittlerweile zu einer wichtigen Produktionsstätte für viele Filmemacher, Musiker und Künstler aus der ganzen Welt geworden ist. Bereits die ersten Experimentalfilme und Film-Performances von Peider A. Defilla gewannen internationale Preise wie z.B. den Agfa-Cinemathèque-Royale-Förderpreis in Knokke-Heist (Belgien) oder den Publikumspreis "Espaces" in Paris. 1998 und 2001 erhielt Defilla, der auch zahlreiche Film- und TV-Dokumentationen für verschiedene Sender hergestellt hat, den medizinischen OSKAR der ASCRS für die Gestaltung der Filme "Deep Sclerectomy" und "Stabilization of Thoric Plate Haptic". Ebenfalls 2001 fand anlässlich der Donaueschinger Musiktage die Uraufführung seiner Video-Oper "DONAUMUSIK" statt. Der daraus entstandene Film erhielt weite Resonanz bei seiner Ausstrahlung in verschiedenen europäischen Fernsehsendern. Seit 2002 produziert Peider A. Defilla eine wöchentliche Sendereihe bei BR-alpha: "musica viva - forum der gegenwartsmusik". Inzwischen ist bereits eine einmalige Enzyklopädie der Neuen Musik mit fast 200 Sendungen entstanden. Die DVD Edition "musica viva", die bei WERGO erscheint, produziert er seit 2005. Bisher erschienen 10 DVDs, die letzte über Steve Reich. Seit September 2009 geht seine neue wöchentliche Sendereihe "Kunstraum - Forum der Gegenwartskunst" in BR-alpha auf Sendung. Bisher sind 45 Folgen erschienen. Alle Sendungen, Filme und Videoarbeiten von Peider A. Defilla beschäftigen sich stark mit den verschiedenen Strömungen und Entwicklungen der Gegenwartskunst. sendungen kunstraum sendungen musica-viva 21 h: Ralf Homann & Manuela Unverdorben The Side Step Merger Ralf Homann is a German artist. In general, his work deals with spatial concepts and with such of the media while also reflecting upon their interdependency. He is interested in activating the public space by means of performative practices. In his works, which are constantly negotiating the boundaries of art and politics, he investigates knowledge – its hidden narrative or invisible design – to engender new perspectives on reality and its representations. Ralf Homann works mostly within and on collaborative or activistic contexts as these constitute the basis of his understanding of the public realm. While operating in various media forms, a strong series of his works focuses on radio. He also applies sound or transmissions to his sculptures thereby folding physical and digital spaces. Ralf Homann likes soldering and drawing. His preference is linocut. Ralf Homann was artist-in-residence in France at the Dora Maar House, Ménerbes (2020), in Switzerland at Fondation Bartels, Basel (2018), in India at Maraa with Max Mueller Bhavan, Bangalore (2014) in the USA at Wave Farm, New York (2009), in Sweden at IASPIS, Stockholm (2006/07), in Austria at Forum Stadtpark, Graz (2003) and in Italy at Villa Romana, Florence (2000). He has also exhibited, lectured and performed in Bulgaria, Canada, England, Finland, Luxembourg, the Netherlands, Poland, Portugal and Switzerland. Ralf Homann was Professor and Member of the Faculty of Media at Bauhaus-University Weimar from 1999-2007, where he established the new artistic area of “Experimental Radio”. From 1997- 1999 he was Assistant Professor of Sculpture at the Academy of Fine Arts in Munich. ralfhomann.info
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